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Die Wichtigkeit der Online-Reputation

Man kann sich nur noch schwer an die Zeit vor dem Internet erinnern, und insbesondere an die Zeit, als soziale Medien noch keine so wichtige Rolle im Alltag spielten. Twitter, Facebook und LinkedIn  haben heute schätzungsweise weltweit über 2 Milliarden Nutzer. Immer häufiger - und dabei oft unwissentlich - sind es die Informationen eines Nutzers auf einem öffentlichen Profil, die dafür sorgen, dass er eine gute Stelle bekommt.

Arbeitgeber wollen mehr über einen Bewerber wissen, als sie einem Bewerbungsformular entnehmen können, insbesondere, wenn Kommunikation ein wesentlicher Bestandteil der Position ist. Ein Blick auf Twitter oder Facebook gibt nicht nur Aufschluss über die Sprachkenntnisse eines Bewerbers. Wie oft jemand Beiträge schreibt, der Inhalt und die Zahl der Follower spielen bei der Bewerberauswahl eine Rolle.

Ein gutes Profil kann die Karrierechancen erheblich steigern. Viele Blogger haben eine Vollzeitstelle im journalistischen Bereich angetreten, und hier spielte nicht ein Bewerbungsgespräch die ausschlaggebende Rolle, sondern ihre Online-Präsenz. Eine hohe Zahl von Followern und viele Beiträge gelten als Hinweis auf geschäftliches Talent.

Für einen Arbeitgeber kann die Popularität eines erfahrenen Blogger oder Tweeters bei zwei fast identischen Bewerbern schließlich den Ausschlag geben. Und bei so vielen Menschen, die sich auf so wenig Stellen bewerben, spart eine Online-Suche Zeit und verhindert möglicherweise eine teure Fehlentscheidung.

Für potentielle Mitarbeiter gibt es jedoch auch Fallstricke. Im Jahr 2013 wurde die Beauftragte für Jugendkriminalität in Südost-England ungewollt zum ahnungslosen Opfer ihrer eigenen Beiträge mit zweifelhaften Inhalten und sah sich zur Kündigung gezwungen. Viele vergessen, dass unser Leben einer ständigen Kontrolle unterliegt, und glauben, dass ein Tweet oder ein Beitrag im Facebook eine gewisse Anonymität aufweist, was jedoch ganz und gar nicht der Fall ist.

Aus diesem Grund herrscht häufig die Ansicht vor, dass die Nutzung von sozialen Medien für solche Zwecke ethisch nicht ganz einwandfrei sei. Doch nichts kann verhindern, dass eine gute Online-Persönlichkeit genauso wichtig ist wie eine gute Bewerbung.

Studien haben ergeben, dass die Online-Reputation für Personalvermittler und Mitarbeiter unerlässlich geworden ist. Posten Sie oft, aber auch nicht zu oft – wenn Sie sich für eine Stelle bewerben, will der Arbeitgeber für ihn relevante Informationen sehen und nicht Fotos von Ihrem Frühstückstisch.

Wenn Sie sich für eine Stelle bewerben und noch kein Profil in den sozialen Medien haben, dann sollten Sie sich solch ein Profil einrichten.  Big Business is watching you.